Centre Pompidou

Centre Pompidou Paris Im vierten Arrondissement von Paris, im Quartier Beaubourg, befindet sich das Kunst- und Kulturzentrum Centre national d’ art et de culture Georges Pompidou, auch kurz Centre Pompidou genannt. Beaubourg gehört zu den In-Vierteln von Paris. Hier findet man etliche gute Kneipen.

Schon zur Regierungszeit von Charles de Gaulle wollte man ein repräsentatives Museum errichten, um New Yorks Vorherrschaft in der Kunst zu entschärfen und Paris als Kunstmetropole zu stärken. Darüber hinaus sollte die alte Nationalbibliothek entlastet werden. Charles de Gaulles Nachfolger Georges Pompidou setzte das Vorhaben schließlich in die Tat um. Nach einer rund sechsjährigen Bauzeit eröffnete der Präsident Valéry Giscard d’ Estaing 1977 den Bau.

Die Besonderheit des Baus liegt darin, dass sich die Wasserrohre, die elektrischen Leitungen, die Tragwerke und auch die Rolltreppen und Treppen an der Außenfassade des Gebäudes befinden. Dabei verlaufen die Rolltreppen quer, durch Absätze unterbrochen, an der Fassade entlang. Die gesamte Konstruktion hat den Vorteil, dass man nach Belieben die inneren Wände verschieben und gestalten kann. Die unkonventionelle Architektur war anfangs umstritten. Die Struktur des Gebäudes erinnerte viele Pariser an eine Fabrik, mit ein Grund, warum es auch „La Raffinerie“ genannt wird. Ursprünglich waren sogar höhenverstellbare Stockwerke geplant. Außerdem sollte ein Fassadenbildschirm angebracht werden. Auf beide Anschaffungen verzichtete man aus Geldmangel. Insgesamt ist das Gebäude 165 Meter lang, 60 Meter breit und 42 Meter hoch. Jedes Stockwerk verfügt über eine Deckenhöhe von sieben Metern.

Das Centre Pompidou beherbergt heute das Musée National d’ Art Moderne, die Bibliothek, das Musikforschungszentrum, Theater, Vortragssäle, eine Kinderwerkstatt, ein Restaurant, ein Café und eine Buchhandlung. Besonderer Anziehungspunkt ist der Platz vor dem Gebäude, auf dem sich ein Strawinski-Brunnen befindet, der von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely gestaltet wurde. Außerdem treten häufig Straßenkünstler wie Feuerschlucker, Musiker und Artisten auf dem Platz auf.

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