Der Triumphbogen

Paris Es ist ein Wahrzeichen und ein Denkmal der Metropole Paris – der Triumphbogen. Am Place Charles-de-Gaulle bewundern jährlich Tausende Besucher die Stätte der Ehrfurcht sowie zugleich die architektonische Schönheit und Vollkommenheit des Jahres 1806 mit einer beeindruckenden Geschichte.

Nach der bekannten Schlacht von Austerlitz gab Napoleon im Jahre 1806 den Befehl zur Erbauung des Triumphbogens in Auftrag. Er diente als Zeichen und Vergötterung seiner triumphalen Siege. „Ihr werdet durch Triumphbögen heimkehren!“ – versprach Napoleon seinen Soldaten und hielt dieses Versprechen durch den Bau des Triumphbogens. 1836 war das Werk vollendet, doch keiner seiner Soldaten und auch er überlebten die Fertigstellung dieses Bauwerks.

Der 49,54 Meter hohe Triumphbogen wurde im antiken-römischen Stil erbaut. Einzigartig ist die Gestaltung der Bögen. Vier Figuren an der Bogenbasis beinhalten historische Geschehnisse: Der Triumph des Jahres 1810, die Sehnsucht nach Frieden, der Widerstand und La Marseillaise. Rund um den prächtigen Bogen gestalten Reliefs Nachbildungen napoleonischer Feldzüge, die durch die Bildhauer Jean-Pierre Cortot, Antoine Étex und François Rude gekürt wurden. In den Innenwänden gibt es das kleine Museum Napoleons zu beschauen, das die Namen wichtiger Generäle und Kameraden von 558 Militärs beherbergen. Unter dem Bogen befindet sich ebenfalls ein Grabmal eines unbekannten Soldaten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.

Der Triumphbogen steht mitten im Zentrum der Place Charles de Gaulle, westlich der Avenue des Champs-Élysées und bildet den historischen Mittelpunkt einer Reihe großer Straßen mit historischem Hintergrund, Monumenten und Denkmälern, die Paris berühmt machten. Vom Triumphbogen folgen 12 Avenuen wie ein Stern in alle Richtungen. Gedenkzeremonien und Begegnungen finden hier statt und folgen bis in die die Champs-Élysées hinein. Die Namen der Avenuen und Boulevards verdankten sie den Generälen und kaiserlichen Hoheiten des späten 18. Jahrhunderts. Noch heute dient der Triumphbogen als „Altar des Vaterlandes“. Am 11. November eines jeden Jahres gedenken die Bürger und Politiker durch Kranzniederlegungen dem Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland aus dem Jahre 1918. Das Monument selber ist die „Ewige Flamme der Erinnerung“, wie es die Franzosen beschreiben.

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